Interview mit Heiner Kuhlmann
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Name: Univ.-Prof. Dr. Heiner Kuhlmann
Arbeitsstelle: Geodätisches Institut, Rheinische Friederich-Wilhelms Universität Bonn
Tätigkeitsbezeichnung: Universitäts-Professor
Wo arbeiten Sie und was ist dort Ihre Aufgabe?
Ich leite an der Universität Bonn das Geodätische Institut und habe dort
die Professur für Geodäsie. Die Professur umfasst die Teilgebiete Geodätische
Messtechnik, Ingenieurgeodäsie, Industrievermessung, geodätische Positionierungssysteme
und geodätische Navigationssysteme.
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Was macht Ihnen an Ihrem Job besonders Spaß?
Ich habe die Möglichkeit, eigenes Wissen und Erfahrungen an andere Menschen weiterzugeben.
Außerdem kann man an einer Universität Dinge ausprobieren und analysieren. Häufig versteht
man dann einzelne Phänomene und Abläufe sehr viel besser, so dass man persönlich an
Erkenntnis gewinnt.
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Wie sind Sie zu Ihrem Job gekommen und was hat Ihnen dabei besonders geholfen?
Neben den üblichen "wissenschaftlichen Weihen", die für so eine Stelle notwendig sind,
haben mir in fachlicher Hinsicht sicher das Schreiben des Buches "Auswertung geodätischer
Überwachungsmessungen. Grundlagen, Methoden, Modelle" sowie die Durchführung einiger
größerer Projekte geholfen.
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Hat Sie Ihr Studium gut vorbereitet, was ist besonders wichtig für Studierende?
Mein Studium hat mich außerordentlich gut vorbereitet. Besonders auf die Ausbildung in
meinem eigenen Fachgebiet kann ich heute trotz des wissenschaftlichen Fortschritts der
letzten 20 Jahre noch in vielen Teilen zurückgreifen. Welche Fähigkeiten und Fertigkeiten
ein Studierender nach dem Examen haben muss, hängt sicher stark vom ausgeübten Beruf ab.
Allerdings sollte jeder ein oder zwei hoch stehende Projekte von der Planung bis zur
Präsentation der Ergebnisse umfassend behandelt haben.
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Was hat Ihnen besonders gut am Studium in Hannover gefallen?
Ich habe das Studium in Hannover so verstanden, dass ein Werkzeugkasten an
Methoden bereitgestellt wird, der dann zur Lösung verschiedener Aufgaben
herangezogen werden kann. Andernorts wird vielfach von der Anwendung ausgegangen
und man diskutiert die dazu notwendigen Verfahren. Der erste Weg ist sicher ein
wenig abstrakter, ermöglicht aber das Erkennen von Querbezügen bei unterschiedlichen
Aufgabenstellungen. Außerdem habe ich sicher von der engen Verknüpfung der
Ingenieurgeodäsie und der Ausgleichungsrechnung profitiert.
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