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Kein Messung ohne Qualitätsaussage

Geodätische Auswertemethoden

Auswertemethoden dienen der Beurteilung von Messgrößen. Alle Messungen sind mit Unsicherheiten behaftet, aus deren Größe Aussagen zur Genauigkeit der durchgeführten Messungen abgeleitet werden können. Die Art der aufzunehmenden Objekte bestimmt die geforderte Genauigkeit. Genügt noch der cm-Bereich für die Aufnahme von Grundstücksgrenzen, so bedarf es für Überwachungsmessungen bereits einer Genauigkeit im mm-Bereich oder besser.

gauss Mit der Methode der Ausgleichungsrechnung, die stark durch Carl Friedrich Gauß geprägt wurde, können bei Überbestimmung – wenn mehr Messungen als erforderlich vorliegen – unbekannte Modellgrößen so berechnet werden, dass die Quadratsumme der Messabweichungen aller Beobachtungen minimal wird. Darüber hinaus werden Auswertemethoden dazu verwendet, Regelmäßigkeiten in Bewegungen herauszufiltern und vorherzusagen. Anwendungsfälle sind z. B. der Nachweis der Bewegung von Türmen durch Sonneneinstrahlung im Tagesverlauf oder von Schleusentoren durch unterschiedliche Wasserstände.

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